Unter grünen Reisen versteht man Reisen, die möglichst klimafreundlich sind. Am klimafreundlichsten wäre es natürlich, gar nicht zu verreisen. Und wenn, dann am besten auf das Flugzeug zu verzichten. Doch mittlerweile gibt es Möglichkeiten das Reisen und die Klimafreundlichkeit miteinander zu verbinden. So kann man bei einigen Anbietern für Naturschutz und Projekte, die diesem dienen für seinen verursachten CO2-Ausstoß bezahlen. So engagiert man sich zwar nicht selbst aktiv fürs Klima, aber man finanziert Projekte, die dem Klima helfen. Jedoch wird diese Art der Hilfe auch kritisiert, denn der Anteil der Menschen, die auf diese Weise helfen, ist zu gering. Außerdem könnten Reisende durch dieses regelrechte Freikaufen das Gefühl bekommen, dass das Fliegen gar nicht so schlimm ist. Also solltest du dir vor deinem nächsten Flug genauestens überlegen, ob du wirklich auf diese Weise verreisen möchtest und wenn du dich dafür entscheidest, kannst du deinen CO2-Ausstoß kompensieren.

Es gibt übrigens auch Anbieter, die das Kompensieren von CO2-Ausstoß bei Autoreisen ermöglichen.

Auch am Reiseziel gibt es inzwischen viele Ideen der Tourismusbranche, wie das Reisen grüner gestaltet werden kann. Eine von ihnen ist Konus und wird im Schwarzwald angeboten. Konus steht für die „Kostenfreie Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs für Schwarzwaldurlauber“. So kannst du hier dein Auto einfach stehen lassen und während deines Urlaubs Verkehrsmittel, wie Bus oder Bahn kostenlos nutzen. Auch in Werfenweng, einem Ort im Salzburger Land in Österreich, gibt es so ein Angebot. Hier nennt es sich Samo und bedeutet „sanfte Mobilität“. Hier nutzt du während deiner Reise Go-Karts, Elektro-Scooter oder Shuttle-Taxis. Deinen Autoschlüssel gibst du übrigens an der Rezeption ab, damit du nicht in Versuchung gerätst, doch das eigene Auto zu nehmen.

Auch bei der Abendveranstaltung kannst du auf Nachhaltigkeit setzen. So gibt es etwa Öko-Discos. Diese wandeln Abfälle in Bio-Diesel um oder bieten ausschließlich Bio-Getränke an. Möchtest du selbst aktiv werden, besuche den „Watt“, einen nachhaltigen Nachtclub in Rotterdam. Damit hier Energie entsteht, müssen die Gäste tanzen.

Damit du sichergehen kannst, dass deine Reise auch wirklich nachhaltig ist, kommen hier 7 Tipps, die du beachten solltest:

  1.   Bei der Wahl des Reiseanbieters solltest du darauf achten, ob dieser über ökologisches Engagement verfügt.
  2.   Bei der Wahl des Reiseziels solltest du dich über die Nachhaltigkeit des Ortes, aber auch des Hotels informieren.
  3.   Umweltfreundliche Reisen und Unterkünfte werden mit Gütezeichen gekennzeichnet, auf die du achten solltest.
  4.   Bei der Wahl des Transportmittels, solltest du dich am besten für die Bahn oder den Bus entscheiden. Ist dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich, solltest du für eine nachhaltige Reise deinen CO2-Ausstoß kompensieren.
  5.   Achte darauf, nicht jeden Tag neue Wäsche zu fordern. In heißen Gebieten musst du nicht direkt die Klimaanlage einschalten, versuche es erst einmal damit, die Vorhänge zu schließen. Sollte dies nichts nützen kannst du immer noch die Klimaanlage benutzen.
  6.   Lege an deinem Urlaubsort möglichst viele Wege mit dem Rad oder zu Fuß zurück. Auch bei den Aktivitäten solltest du darauf achten, dass du möglichst viele mit eigener Muskelkraft unternehmen kannst. Wenn es sich um weite Strecken handelt, die du zurücklegen musst, nutze auch hier die Bahn oder den Bus. So kommst du auch schneller mit Einheimischen ins Gespräch und kannst noch mehr über deinen Urlaubsort lernen.
  7.   Esse regionale und saisonale Lebensmittel und verzichte möglichst auf zu viele verpackte Lebensmittel. Achte auch im Urlaub auf die richtige Müllentsorgung.

Wie du siehst, gibt es ziemliche viele Möglichkeiten, wie du deine Reise grün gestalten kannst. Bestimmt ist auch für dich das Passende dabei.

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